Die Baderorgel
Die Baderorgel
Die berühmte Henrick-Bader-Orgel aus dem Jahr 1643 mit ihren prachtvollen Renaissanceklängen und ihren spätbarocken Ergänzungen gehört zu den schönsten Orgeln der Niederlande.
Darüber hinaus befinden sich im Chor der Kirche die Ahrend-Orgel und in der Credo-Kapelle die Hillebrand-Orgel, eine Kabinettorgel. Ein solch wertvoller Besitz bringt Verantwortung mit sich. Daher wurde 1986 die Stiftung Henrick-Bader-Orgel gegründet, um diese Instrumente zu betreuen, sie gut zu erhalten und auch Konzerte zu organisieren, damit jeder ihren Klang genießen kann.
Geschichte
Die Geschichte der Baderorgel in der Walburgiskirche in Zutphen beginnt im Jahr 1643, als Henrick Bader eine Orgel fertigstellt, die über dem Eingang der Marienkapelle aufgestellt ist. Es handelt sich um eine zweimanualige Orgel mit selbstständigem Pedal und 24 Registern. In den darauffolgenden Jahrhunderten finden regelmäßig Wartungsarbeiten statt, doch erst 1815 kommt es zu einer grundlegenden Veränderung. Der Orgelbauer Timpe erhält den Auftrag, die Orgel zu restaurieren und zu erweitern, und es wird beschlossen, sie vollständig in den Chor zu verlegen. Timpe ergänzt ein Oberwerk, und die Disposition wird grundlegend verändert und erweitert. Die Gesamtzahl der Register steigt auf 39.
Fast 100 Jahre lang steht die Orgel im Chor, bis 1906 im Zuge einer umfassenden Restaurierung der Kirche unter der Leitung des Architekten Cuypers beschlossen wird, die Orgel erneut vollständig zu versetzen. Der Orgelbauer Spit erhält den Auftrag, die Orgel vor dem Turm unter dem ersten Gewölbe zu platzieren.
1996 führt der Orgelbauer Reil eine umfassende Restaurierung durch, bei der – unter Beibehaltung des von Timpe hinzugefügten Oberwerks – der Zustand von 1643 als Ausgangspunkt dient. Die Orgel verfügt heute über 38 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal, und ist vielleicht die schönste Orgel der späten Renaissance in den Niederlanden.
Website Baderorgel
Bader Konzertprogramm