Der Walburgisturm
Der Walburgisturm
Im 11. Jahrhundert ließ der Bischof von Utrecht in Zutphen eine romanische Kirche nach Utrechter Vorbild errichten. Zwischen 1225 und 1265 wurden die ersten drei Geschosse des Turms gebaut. Im 14. Jahrhundert entstand der heutige Glockenstuhl, und erstmals wurden sechs Glocken angebracht. Am Palmsonntag 1446 brannte der Turm nach einem Blitzeinschlag aus, wobei die Glocken zerstört wurden. Im 16. Jahrhundert brannte die mittelalterliche Turmspitze ab. Zwischen 1633 und 1637 wurde eine neue barocke Spitze errichtet. Die Brüder Hemony schmolzen zu diesem Anlass mehrere Glocken ein und gossen zwei neue; seitdem hängen vier Glocken im Turm.
Zwischen 1920 und 1925 wurde der gesamte Turm restauriert. Zwanzig Jahre später sprengten die Deutschen den Treppenturm, um die Kanadier daran zu hindern, hinaufzugelangen. Bei Wiederherstellungsarbeiten im Jahr 1948 brach ein Brand aus, bei dem der Turm erneut ausbrannte.
Die Glocken
Die Glocken werden am Samstag um 18:00 Uhr als Beginn des Sonntags geläutet und – je nach Zeit im Kirchenjahr – in verschiedenen Kombinationen auch an Sonntagen und kirchlichen Feiertagen. Außerdem erklingen sie bei Trauer- und Trauergottesdiensten. Nur am Königstag und an allen kirchlichen Festtagen werden alle sechs Glocken geläutet. Das Läuten der Glocken erfolgt durch die Mitglieder der Glockenläuter-Gilde Sankt Walburga. Sie können dabei mithelfen; dies ist kostenlos, eine Spende wird jedoch geschätzt. Bitte melden Sie sich dafür 15 Minuten vorher am Fuß des Turms an.
Das Angelusglöckchen (offiziell Paternosterglocke) erklingt im Gottesdienst während des Vaterunsers, täglich um 12:01 und 17:01 Uhr (Zeiten der mittelalterlichen Gebetsstunden Non und Vesper) sowie freitags um 15:01 Uhr zum Gedenken an den Todestag und die Todesstunde Christi.
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Turmbrand